Explizite und Implizite Preisabsprachen im Oligopol

  • Laufzeit des Projektes: 10/2012 - 09/2014
  • Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Kurzbeschreibung des Projektes

In der Wettbewerbspolitik ist die Unterscheidung zwischen expliziten und impliziten Preisabsprachen fundamental. Explizite Vereinbarungen über Preise (Kartellabsprachen) sind illegal, während implizite Absprachen stillschweigend (ohne Kommunikation) geschehen und legal sind. In der Wettbewerbstheorie ist diese Unterscheidung jedoch zum großen Teil irrelevant: auch explizite Absprachen sind rechtlich nicht bindend, und ein Effekt durch direkte Absprachen ist theoretisch nur sehr schwer auszumachen.

Das Projekt soll die Unterschiede zwischen expliziten und impliziten Preisabsprachen in Laborexperimenten erforschen. In wirtschaftswissenschaftlichen Experimenten treffen die Probandinnen und Probanden in einem vernetzten Computerlabor Entscheidungen (hier: die Preise einer Firma) in einem meist strategischen Kontext (hier: im Oligopol).

Hauptaspekt der Experimente wird sein, für eine Vielzahl von Szenarien herauszufinden, wann explizite Absprachen besonders lohnend sind. Zentral dafür ist der Vergleich der Firmengewinne, wenn Kommunikation möglich ist (explizite Absprachen) und wenn sie nicht möglich ist (stillschweigende Absprachen). Zweitens sollen die Funktionsweisen von expliziten und impliziten Absprachen verglichen werden. Drittens geht es schließlich darum, worüber bei expliziten Vereinbarungen zwischen den Firmen gesprochen wird.

Beteiligte Mitarbeiter des Projektes

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenDICE