16.09.15 09:30

Bedeutende Wissenschaftspreise für Düsseldorfer Volkswirt Jens Wrona

Jens Wrona erhält den "Reinhard-Selten Preis für die beste Forschungsarbeit eines Wissenschaftlers unter 32 Jahren" und den „Young Author Best Paper Award“.

Die Serie der guten Nachrichten für die Düsseldorfer Volkswirte reißt nicht ab: Juniorprofessor Dr. Jens Wrona (30) wurde jüngst gleich mit zwei wichtigen Preisen bedacht. Zunächst gewann er im Rahmen der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik, der Standesvereinigung aller deutschsprachigen Ökonomen, den Reinhard-Selten Preis für die beste Forschungsarbeit eines Wissenschaftlers unter 32 Jahren. Der Preis, der nach dem bislang einzigen deutschen Wirtschaftsnobelpreisträger benannt ist, gilt als höchste Auszeichnung für Nachwuchsökonomen im deutschsprachigen Raum.

Ausgezeichnet wurde Wronas Arbeit zum Muster innerjapanischer Handelsströme. Hierin weist der Düsseldorfer Volkswirt nach, dass der Handel zwischen Ost- und West-Japan deutlich geringer ausfällt als innerhalb beider Landesteile, obgleich es weder politische noch offensichtliche historische Ursachen dafür gibt. Vielmehr lässt sich die charakteristische Ost-West "Grenze" auf die bipolare Struktur der japanischen Volkswirtschaft zurückführen, welche in zwei großen Clustern organisiert ist: Tokio im Osten und Osaka im Westen. Innerhalb dieser Wirtschaftsräume ist der ökonomische Austausch besonders rege, im Umkehrschluss fallen die Handelsströme zwischen den beiden Clustern viel kleiner als normalerweise zu erwarten wäre.

Für diese Forschungsarbeit wurde Jens Wrona am Wochenende auch noch in Paris mit dem „Young Author Best Paper Award“ der European Trade Study Group (ETSG) ausgezeichnet. Die ETSG ist der größte Zusammenschluss europäischer Handelsökonomen.

Der Direktor des DICE, Justus Haucap, kommentierte die Erfolge höchst erfreut: „Wir sind stolz, mit Jens Wrona einen so hervorragenden und kreativen jungen Ökonomen in unseren Reihen zu haben. Die Forschung über die Wirtschaft Japans passt außerdem hervorragend nach Düsseldorf. Von Jens Wrona wird man in der Zukunft noch sehr viel hören!“

Nach den Erfolgen der jüngsten Zeit ist es auch nicht mehr erstaunlich, dass die Düsseldorfer Volkswirte vom Handelsblatt in einem am Montag publizierten Ranking erstmals zu den Top-25 Fakultäten für Volkswirtschaftslehre im deutschsprachigen Raum gezählt werden. Und das, obwohl der Fachbereich nach wie vor relativ klein und überschaubar ist, mit deutlich weniger Professoren als anderenorts. „Es macht großen Spaß, in solch einem aufstrebenden Team zu arbeiten“, so Wrona.

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