30.08.18 12:47

Soli bremst Wachstum und Beschäftigung

Knapp dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung steht der Solidaritätszuschlag auf dem Prüfstand. Eine Studie von EcoAustria unter der Leitung des DICE affiliierten Dr. Tobias Thomas hat nun ergeben, dass durch die Abschaffung des Soli das Wohlstands- und Beschäftigungsniveau in Deutschland steigen würde, ohne dass dabei die Solidität des Staatshaushaltes gefährdet würde.

Bei einer vollständigen Abschaffung des Solis würde das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland kurzfristig um 0,4 und langfristig um 0,6 Prozent höher ausfallen. Zudem könnten etwa 140.000 bis 145.000 zusätzlicher Jobs entstehen. Durch die teilweise Abschaffung des Solis, so wie es die große Koalition vereinbart hat, würde das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 bis 0,3 Prozent und die Beschäftigung um 35.000 Personen bzw. langfristig 40.000 Personen geringer ausfallen als bei der vollständigen Abschaffung.

Dabei wären die Auswirkungen für die Staatskasse durch eine Soli-Streichung weniger drastisch, als bisher angenommen: Weil die Nettoeinkommen der Haushalte steigen und der Staat aufgrund der zusätzlichen Jobs mit mehr Steuereinnahmen rechnen kann, würden -laut den Berechnungen- etwa 40 bis 50 Prozent der wegfallenden Soli-Einnahmen auf diese Weise wieder ausgeglichen werden.

 

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